{"id":172,"date":"2020-01-21T18:10:28","date_gmt":"2020-01-21T17:10:28","guid":{"rendered":"http:\/\/journalcologne.hmkw.de\/ju15d-online-journalismus\/?p=172"},"modified":"2020-01-21T20:10:22","modified_gmt":"2020-01-21T19:10:22","slug":"one-week-off-3-meditation","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/journalcologne.hmkw.de\/ju15d-online-journalismus\/2020\/01\/21\/one-week-off-3-meditation\/","title":{"rendered":"one.week.off #3 Meditation"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Meditation gegen Burn-Out? <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Meditation? Das ist doch nur etwas f\u00fcr Hippies! So habe ich vor dieser one week off \u00fcber die spirituelle Geistes\u00fcbung gedacht. Doch in dieser Woche habe ich erfahren, dass das t\u00e4gliche \u201ebewusst zur Ruhe kommen\u201c meine pers\u00f6nliches Wohlbefinden verbessert. Wie genau sich meine Wahrnehmung ver\u00e4ndert und welches Tool mir dabei geholfen hat, erf\u00e4hrst du in diesem Blog. <\/p>\n\n\n\n<p>\u201eH\u00f6her, schneller, weiter\u201c-Diese Worte bilden nicht nur das Motto von Olympia, sondern auch eine Beschreibung unserer heutigen Gesellschaft. Sportlicher Ehrgeiz und der Wille das Beste aus sich zu machen, haben sich auf Ziele und Grunds\u00e4tze unserer Gesellschaft \u00fcbertragen. Dabei umfassen diese Ideen unser berufliches sowie privates Leben. In Folge des hohen Leistungsanspruches an sich selbst und des Leistungsdruckes von au\u00dfen, geht eines schnell verloren: die Reflektion und Besinnung auf den eigenen K\u00f6rper. Kann es f\u00fcr meine Psyche noch gesund sein, unter permanentem Druck zu stehen? Nehme ich mir genug Zeit, um dem entgegenzuwirken und zu entspannen? Um diese Fragen und L\u00f6sungsvorschl\u00e4ge geht es in der aktuellen Woche.<\/p>\n\n\n\n<p>Zwischen Deadlines, Hobbys und der Arbeit bleibt meist wenig freie Zeit. Doch bleibt im Alltag etwas Freiraum, nutzen wir diesen selten zum Entspannen . Bei mir pers\u00f6nlich ist es zumindest so. Ein freier Abend sieht bei mir n\u00e4mlich so aus, dass ich auf meiner Couch sitze und \u00fcberlege was noch zu erledigen ist. Um davon weg- und zur Ruhe zu kommen, k\u00f6nnte ich ein Buch lesen oder Vorbereitungen f\u00fcr den n\u00e4chsten Tag treffen. Stattdessen \u00fcberrede ich mich, noch eine Folge meiner Lieblingsserie zu gucken und w\u00e4hrenddessen am Handy zu spielen. Dadurch bleibt mein Gehirn stark beansprucht und wirkliche Ruhe und Entspannung finde ich nicht. <\/p>\n\n\n\n<p>Dem ein oder andere von euch kommt dieses Verhalten bestimmt bekannt vor. Der Mangel von Entspannung und freier Zeit, k\u00f6nnte ein Grund eines Problems unserer Gesellschaft sein. Denn vor den Zeiten in denen Social Media und Smartphones unserem Gehirn st\u00e4ndig neue Anreize und Ablenkungen setzten, war etwas anders. Die Zahl der Leute, die weltweit an einer Depression erkranken, ist in den letzten zehn Jahren um 18% gestiegen. Die Zahl der Erkrankten des Ersch\u00f6pfungssyndroms \u201eBurn-Out\u201c hat sich laut der Krankenkasse AOK im letzten Jahrzehnt mehr als verdreifacht. Diese Krankheiten haben mehrere Ursachen und sind nicht direkt auf eine zur\u00fcckzuf\u00fchren. Doch die fehlende Entspannung k\u00f6nnte mit ein Grund daf\u00fcr sein und ich m\u00f6chte pr\u00e4ventiv dagegen vorgehen. Ich werde diese Woche versuchen bewusster zu entspannen und meine Selbstwahrnehmung zu st\u00e4rken, um einen Ausgleich zu meinem teilweise stressigen Tagen zu schaffen. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Tag 1<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Da ich noch nie meditiert habe und auch nicht genau wei\u00df wie\nes funktionieren soll, suche ich mir Hilfe. Im App Store meines Smartphones\nfinde ich zahlreiche sogenannte \u201eAchtsamkeits-&amp;Meditationsapps\u201c, die eine\ngef\u00fchrte Meditation anbieten. Ich entscheide mich f\u00fcr eine, in der es eine\n7-Tage-Probe Version gibt. Perfekt f\u00fcr eine one.week.off!<\/p>\n\n\n\n<p>Bereit f\u00fcr meine erste Meditation sitze ich auf meiner verstaubten Isomatte. Kerzenlicht flimmert. \u201eWie fange ich denn am besten an? Schlie\u00dfe ich meine Augen und warte einfach ab?\u201c, sind Fragen, die mir in diesem Moment durch den Kopf gehen. Ich starte die App und werde von einer ruhigen weiblichen Stimme begr\u00fc\u00dft. Im Hintergrund h\u00f6rt man leichtes Vogelgezwitscher und einen Bach flie\u00dfen. Sie erkl\u00e4rt mir, dass es bei der Mediation nicht darum gehe, ein bestimmtes Ziel zu erreichen oder etwas gut oder schlecht zu machen. Es gehe lediglich darum, sich auf seinen K\u00f6rper zu besinnen und mit Hilfe der Atmung einen Ruhezustand f\u00fcr den Kopf zu erreichen. Alle Gedanken an die Vergangenheit oder zuk\u00fcnftige Erledigungen werden ausgeblendet. Es geht nur um das Hier und Jetzt. Nur die Atmung und die K\u00f6rperwahrnehmung z\u00e4hlt. Die Stimme beschwichtigt mich direkt zu Beginn, dass es Anf\u00e4ngern zu Beginn der Meditation schwerfalle, sich auf die Leere im Kopf einzulassen. Durch regelm\u00e4\u00dfiges \u00dcben falle es aber leichter. Ich folge den Anweisungen der Stimme und nach 10 Minuten ist die erste Meditationssession auch schon um. Sobald ich die Augen wieder \u00f6ffne, nehme ich alles viel ruhiger wahr. So komisch sich das anh\u00f6rt, aber ich sp\u00fcre die Ruhe in meinem Zimmer. <\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend der \u00dcbung hatte ich mehrmals das Gef\u00fchl, tief durchatmen zu k\u00f6nnen, als falle eine Last von meinen Schultern. Schwer gefallen ist es mir hingegen, meine Konzentration bei meiner Atmung zu halten. Das wird in den n\u00e4chsten sechs Sessions jedoch besser-zumindest, wenn ich der Stimme glaube. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Tag 3<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Loslassen der Gedanken und der Fokus auf die Atmung f\u00e4llt mir leichter. Ich konnte mich f\u00fcr eine l\u00e4ngere Zeit auf das Atmen konzentrieren. Wenn ich es schaffe mich l\u00e4nger zu konzentrieren f\u00fchlt es sich so an, als falle ein St\u00fcck von dem was mich den Tag \u00fcber besch\u00e4ftigt hat, oder \u00fcber das ich mir Gedanken mache, von mir ab. Mein K\u00f6rper zeigt mir das, indem ich dann f\u00fcr ein paar Sekunden einen \u201eG\u00e4nsehaut-Schauer\u201c vom Nacken an den gesamten R\u00fccken runter bekomme. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Tag 4<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Bei der heutigen Session fiel mir eine Sache besonders auf. In einem Ratgeber im Internet habe ich den Hinweis gefunden, dass man sich ein Ritual aufbauen solle, die Meditation jedes Mal auf die gleiche Weise zu beginnen. Durch das Wiederholen derselben Abfolge, werde man automatisch ruhiger und das Gehirn fahre bereits vor der eigentlichen \u00dcbung runter. Diesen Effekt konnte ich heute bei mir beobachten: Wenn ich meine Isomatte ausrolle und der Raum nur noch von einer einzigen Kerze beleuchtet ist. <\/p>\n\n\n\n<p>Zu Beginn der heutigen \u00dcbung kam ich \u00fcberraschend schnell\nzur Ruhe. Auch meine Aufmerksamkeit konnte ich w\u00e4hrenddessen l\u00e4nger als an den\nTagen zuvor bei meiner Atmung halten und schweifte weniger ab. Beziehungsweise\nmir fiel es einfacher, von abschweifenden Gedanken zu mir zur\u00fcckzukommen. Schon\nnach vier Tagen fiel es mir deutlich einfacher, mich zu fokussieren und die\nrund 12 Minuten der Session vergingen wie im Flug. <\/p>\n\n\n\n<p>Die Stimme hat also Recht behalten und je \u00f6fter man \u00fcbt, um\nso einfacher f\u00e4llt es einem. Ich bin gespannt, welches ich Ergebnis ich an Tag\n7 erreicht haben werde.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Tag 6<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Heute h\u00e4tte die \u00dcbung ewig weitergehen k\u00f6nnen. Gegen Ende\nder Session habe ich mich so frei von Gedanken und wie in einer Art \u201eTunnel\u201c\ngef\u00fchlt, dass ich am liebsten nicht mehr aufgeh\u00f6rt h\u00e4tte. Durch die Meditation\nf\u00fchle ich mich w\u00e4hrend und nach der \u00dcbung leichter und entspannter. Meine Arme\nzum Beispiel f\u00fchlen sich schwebend leicht an, wenn ich sie bewege. In mir hat\nsich eine grundlegende Ruhe niedergelassen. Nach der circa 15-min\u00fctigen Session\nf\u00fchle ich mich wie ein See, auf dem zuvor Steine geflitscht wurden und die\nOberfl\u00e4che deswegen nicht zur Ruhe kam. Die Stimme der App hilft mir dabei die\nSteine auszublenden und Ruhe zu finden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Tag 7<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der letzte Tag Meditation der one week off bleibt definitiv\nnicht der letzte Tag Meditation f\u00fcr mich. Durch mein Ritual am Abend habe ich\ngelernt im Alltag in Situationen, in denen ich schnell ungeduldig oder w\u00fctend\nwerde, gelassener zu reagieren. Ein Beispiel: Beim Training im Fitnessstudio schaffe\nich die letzte Wiederholung nicht wie geplant, oder die Ausf\u00fchrung der \u00dcbung\ngelingt mir nicht wie gewollt. Nach der \u00dcbung trat deswegen schnell\nEntt\u00e4uschung ein. Doch w\u00e4hrend der one week off kam mir beim Training in solch\neiner Situation die Stimme, die die Anweisungen gibt, ins Ohr: \u00dcbe dich in\nGeduld. Nicht alles klappt auf Anhieb. <\/p>\n\n\n\n<p>Das klingt f\u00fcr dich jetzt vielleicht nur wie die Floskel\neines Gl\u00fcckskeks, doch dadurch, dass ich die Stimme in diesem Moment mit dem\nGef\u00fchl w\u00e4hrend der Meditation verbinde, stellt sich dieses Gef\u00fchl ein und ich\nwerde ruhiger und versuche die Situation gelassener zu nehmen. <\/p>\n\n\n\n<p>Es ist schwer die erlebten Gef\u00fchle dieser Woche in Textform wiederzugeben. Deswegen kann ich dir nur empfehlen, selbst Erfahrungen in der Meditation zu sammeln. Diese k\u00f6nnen dir helfen Stress zu reduzieren, oder deine Selbstwahrnehmung zu st\u00e4rken. So oder so gibt es nichts zu verlieren. Vielleicht hast ja auch du Vorurteile gegen die spirituelle Praxis der Meditation, die du, wie ich, definitiv \u00fcber Bord werfen solltest.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"entry-summary\">\nMeditation gegen Burn-Out? Meditation? Das ist doch nur etwas f\u00fcr Hippies! 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