{"id":28,"date":"2019-11-05T12:51:42","date_gmt":"2019-11-05T11:51:42","guid":{"rendered":"http:\/\/journalcologne.hmkw.de\/ju15d-online-journalismus\/?p=28"},"modified":"2020-01-21T18:05:08","modified_gmt":"2020-01-21T17:05:08","slug":"one-week-off-1-social-detox","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/journalcologne.hmkw.de\/ju15d-online-journalismus\/2019\/11\/05\/one-week-off-1-social-detox\/","title":{"rendered":"one.week.off #1 Social Detox"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Schlafst\u00f6rung. Depression. Konzentrationsschw\u00e4che.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>#dankesocialmedia?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Brauchen wir das \u00fcberhaupt? Diese Frage stelle ich in meinem Blog \u201eone.week.off\u201c jede Woche auf\u2018s Neue. Denn wir leben in einer Gesellschaft, die sich durch Wohlstand, \u00fcberm\u00e4\u00dfigen Konsum und digitale Kommunikation auszeichnet. Mir scheint es, als h\u00e4tten wir das gesunde Ma\u00df f\u00fcr die Notwendigkeit und die Nutzung von Social Media, Smartphones und Co. verloren. Um diese Hypothese zu best\u00e4tigen, verzichte ich jeweils eine Woche auf Dinge, die unseren heutigen Alltag pr\u00e4gen und f\u00fcr den Gro\u00dfteil von uns als \u201eunentbehrlich\u201c gelten. Ich m\u00f6chte herausfinden, welche Effekte das Weglassen von allt\u00e4glichen Gewohnheiten auf mich hat. Wie wird sich meine Wahrnehmung auf mein Umfeld ver\u00e4ndern, werden mir die Dinge fehlen und welche Auswirkungen hat das Experiment auf mein pers\u00f6nliches Wohlbefinden? An diesen Erfahrungen k\u00f6nnt ihr in meinem Blog teilhaben.<\/p>\n\n\n\n<p>Beginnen werde ich die Reihe \u201eone.week.off\u201c mit dem Verzicht\nauf etwas, das neben mir noch 38 Millionen andere Deutsche regelm\u00e4\u00dfig nutzen.\nSei es morgens in der Bahn, beim Essen am Mittagstisch oder abends auf der\nCouch. Ich spreche von Social Media. Facebook, Youtube und Instagram sind laut\ndem Digital Report 2019 die in Deutschland am meisten genutzten Social Media-Plattformen.\nNutzer der Sozialen Netzwerke befinden sich zum gr\u00f6\u00dften Teil in der\nAltersgruppe 16-24. Ich selbst bin 23 Jahre alt und benutze die Apps \u201eFacebook\u201c\nund \u201eYouTube\u201c seit mehreren Jahren.<\/p>\n\n\n\n<p>Laut \u201eBildschirmzeit\u201c verbringe ich die meiste Zeit auf Youtube: im Durchschnitt 40 Minuten t\u00e4glich. Das ist meiner Meinung nach ziemlich viel, zumal die Zeit, die ich auf meinem station\u00e4ren Rechner auf der Videoplattform verbringe, noch hinzugerechnet werden muss. Mir pers\u00f6nlich dient YouTube als Unterhaltungs-, aber auch Informations-plattform. Wie funktioniert eigentlich nochmal Photosynthese, welche Auswirkungen hat das Wahlergebnis der letzten Landtagswahl oder wie lange schaffe ich es beim n\u00e4chsten \u201eIf you laugh you lose-Video\u201c nicht zu lachen? Auf diese Fragen finde ich f\u00fcr eine Woche keine Antwort mehr auf Youtube. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Tag 1<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Als erstes l\u00f6sche ich die Apps von meinem Smartphone. Dieser Schritt f\u00fchlt sich komisch an, wenn ich dar\u00fcber nachdenke, dass \u201eFacebook\u201c und \u201eYouTube\u201c genauso lange auf meinem Smartphone installiert sind, wie ich es besitze. Soziale Netzwerke haben f\u00fcr mich den Status, dass sie zum heutigen Leben einfach dazugeh\u00f6ren. Jeder hat sie, jeder nutzt sie. Die meiste Zeit auf Sozialen Medien verbringt die Altersgruppe der 16-19-J\u00e4hrigen. Mit 150 Minuten ist YouTube dabei der Vorreiter, gefolgt von Instagram mit 72 Minuten durchschnittlicher Nutzungsdauer pro Tag. Darin liegt laut der britischen Studie \u201e#statusofmind\u201c ein Problem. Personen, die \u00fcber 2 Stunden pro Tag in Sozialen Netzwerken verbringen, haben eine h\u00f6here Wahrscheinlichkeit sich depressiv, gestresst oder \u00e4ngstlich f\u00fchlen. Das liege daran, dass die pers\u00f6nlichen Vorstellungen und W\u00fcnsche der Nutzer sich von realistischen entfernen und beim st\u00e4ndigen Online-Vergleich mit anderen Nutzern negative Gef\u00fchle entstehen. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Tag 3<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die typische Bewegung zur Hosentasche l\u00e4sst mich nachdenken. Was genau wollte ich eigentlich nachgucken? Wollte ich \u00fcberhaupt etwas bestimmtes suchen? Als die blaue App mit dem wei\u00dfen F noch auf meinem Handy installiert war, habe ich w\u00e4hrend der Uni aus Langeweile oder in der Bahn auf dem Heimweg ohne bestimmtes Ziel durch meine Timeline gescrollt. Anstatt \u00fcber lustige Videos zu lachen, denke ich an Tag 3 ohne Social Media dar\u00fcber nach, welchen Nutzen Facebook noch f\u00fcr mich hat. Ein gro\u00dfer Vorteil ist die M\u00f6glichkeit News, private Nachrichten oder Veranstaltungen an einem Ort geb\u00fcndelt zu managen, aber um ehrlich zu sein, verschwende ich meine Zeit \u00fcberwiegend durch zielloses Hochswipen der Timeline. Und das am liebsten abends im Bett oder auf der Couch. Dadurch ist das Gehirn in einer Zeit, in der es sich entspannen sollte, weiterhin \u00e4u\u00dferen Reizen ausgesetzt. Mir pers\u00f6nlich f\u00e4llt es schwer, abends in den Schlaf zu fallen, obwohl es zum Beispiel ein anstrengender Tag war. Grund daf\u00fcr k\u00f6nnen laut einer Studie der \u201eRoyal society for public health\u201c die Bildschirme sein, auf denen wir Social Media konsumieren. Da die verbauten LED-Lampen bl\u00e4uliches Licht abgeben, wird unserem Gehirn suggeriert, es sei Tag. Das hat zur Folge, dass weniger vom Schlafhormon Melatonin produziert wird. Auch die Schlafqualit\u00e4t leide durch das Benutzen von Social Media. <\/p>\n\n\n\n<p>Nach 3 Tagen ist bei mir noch keine sp\u00fcrbare Ver\u00e4nderung eingetreten,\naber ich bin gespannt wie es am Ende der Woche aussieht.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Tag 6<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Zu Beginn der Woche bin ich noch oft auf der Homepage von Facebook gelandet. Ein kurzer Moment der Langeweile in der Uni hat daf\u00fcr gereicht. Eben ein \u201ef\u201c in die Browserzeile eingeben, Enter dr\u00fccken (Benutzername und Passwort sind gespeichert) und so schnell bin ich wieder dabei. Das hat sich be\u00e4ngstigend, schon fast roboterartig angef\u00fchlt. Am vorletzten Tag meines Experiments sind die Angebote von Facebook und Youtube aus meinem allt\u00e4glichen Bewusstsein verschwunden. In der Bahn oder abends auf der Couch wandert mein Griff nur noch selten zur Hosentasche, um das Smartphone hervorzuholen. Anstelle dessen beobachte ich andere Personen in der Bahn oder bereite mich gedanklich auf die anstehenden Aufgaben in der Uni vor. Dadurch f\u00fchle ich mich wesentlich entspannter, als wenn ich auf meinen Handybildschirm starren w\u00fcrde.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Tag 7<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die erste Wochenchallenge ist vorbei und es war eine interessante Erfahrung f\u00fcr mich. Ich habe meine freie Zeit in der Bahn oder zu Hause nicht f\u00fcr sinnloses &#8222;Daddeln&#8220; auf Social Media verschwendet und eine bessere Wahrnehmung auf zum Beispiel den Geschmack von Essen erhalten, bei welchem ich sonst parallel immer ein Youtube-Video laufen hatte oder durch Facebook gest\u00f6bert habe. Die Auswirkung auf die pers\u00f6nliche psychische Verfassung, wie die Wahrscheinlichkeit einer Depression oder Angstgef\u00fchle, lie\u00dfen sich in der K\u00fcrze des Experiments schwer messen. Allerdings fiel es mir einfacher, abends in den Schlaf zu fallen, was auf den reduzierten Gebrauch von Social Media zur\u00fcckgef\u00fchrt werden k\u00f6nnte. Aus diesen Gr\u00fcnden bleiben die Apps Facebook, genauso wie Instagram noch l\u00e4nger als nur die 7 Tage von meinem Smartphone gel\u00f6scht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"entry-summary\">\nSchlafst\u00f6rung. Depression. Konzentrationsschw\u00e4che. #dankesocialmedia? Brauchen wir das \u00fcberhaupt? 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