{"id":67,"date":"2019-11-07T20:40:58","date_gmt":"2019-11-07T19:40:58","guid":{"rendered":"http:\/\/journalcologne.hmkw.de\/ju15d-online-journalismus\/?p=67"},"modified":"2020-01-21T18:11:14","modified_gmt":"2020-01-21T17:11:14","slug":"one-week-off-2","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/journalcologne.hmkw.de\/ju15d-online-journalismus\/2019\/11\/07\/one-week-off-2\/","title":{"rendered":"one.week.off #2 Vegetarismus"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Fleischlos\nzu H\u00f6chstleistungen <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Fleischkonsum.\nNichts steht in unserer heutigen Gesellschaft meiner Meinung nach so stark f\u00fcr\n\u00dcberma\u00df, wie der Konsum von Fleisch. Wir Deutsche konsumieren mit 88,6\nKilogramm doppelt so viel wie der internationale Durchschnitt. Doch brauchen wir\nwirklich jeden Tag Fleisch?<\/p>\n\n\n\n<p>Um diese gewaltige\nNachfrage unserer Gesellschaft zu bedienen, sind Bauern gezwungen Tiere in\nMassen zu halten. Dies passiert \u00fcberwiegend unter ethisch, sowie preislich\nkatastrophalen Bedingungen. Und es ist zum Beispiel kein Geheimnis, dass K\u00fche daf\u00fcr\ndauerhaft geschw\u00e4ngert werden und ihnen die f\u00fcnffache Menge (im Vergleich zum\nBedarf eines Kalbs) Milch abgemolken wird, oder dass Schweine eng zusammen in\neinem kleinen Gehege leben. &nbsp;Darf diese\nArt der Tierhaltung der Preis f\u00fcr unsere Nachfrage nach Fleisch sein?<\/p>\n\n\n\n<p>In meiner Kindheit\nund Jugend wurde mir vorgelebt, dass es normal ist t\u00e4glich Fleisch auf dem\nTeller zu haben. Dieses Verhalten habe ich zu meinem eigenen gemacht. Ich habe\nlange Zeit nicht \u00fcber die Bedingungen und die Folgen der Tierhaltung\nnachgedacht. <\/p>\n\n\n\n<p>Doch dazu\ngibt es doch eine Alternative, frage ich mich. Bietet Vegetarismus oder sogar\nder komplette Verzicht auf tierische Produkte darauf eine Antwort? Um nicht\nweiter Geld in die Maschinerie der Massentierhaltung zu investieren und um\nherauszufinden, ob es eine dauerhafte Ern\u00e4hrungsform f\u00fcr mich w\u00e4re, entscheide ich\nmich dazu, mich eine Woche vegetarisch zu ern\u00e4hren. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Tag 1<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wenn ich\n\u00fcber die Vorteile von vegetarischer Ern\u00e4hrungsform nachdenke, kommen mir gleichzeitig\nKritiker ins Ged\u00e4chtnis. Diese geben zu bedenken, dass dem K\u00f6rper dadurch viele\nN\u00e4hrstoffe fehlen w\u00fcrden. Das kann ich mir bei einer Ern\u00e4hrung, die \u00fcberwiegend\naus Obst- und Gem\u00fcse besteht, schwer vorstellen. Doch bevor ich mich blind in\neine Woche von Mangelern\u00e4hrung st\u00fcrze, informiere ich mich, welche N\u00e4hrstoffe\ndem K\u00f6rper im Speziellen fehlen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich finde\nheraus, dass sich Fleisch durch einen hohen Protein- und Eisenanteil\nkennzeichnet. Bei einer vegetarischen Ern\u00e4hrung ist es wichtig diese\nKomponenten durch eiwei\u00dfhaltige pflanzliche Produkte wie Soja, Linsen oder\nBohnen auszugleichen. Einem Eisenmangel l\u00e4sst sich durch gr\u00fcnes Gem\u00fcse und\nVollkornprodukte entgegenwirken. Ein weiterer Bestandteil einer ausgewogenen\nErn\u00e4hrung, findet sich jedoch ausschlie\u00dflich in tierischen Produkten: Vitamin\nB12. Dieses Vitamin ist im menschlichen K\u00f6rper f\u00fcr viele wichtige Funktionen notwendig.\nZum Beispiel f\u00fcr die Zellen- und Blutbildung, allgemeine Leistungsf\u00e4higkeit und\ndie Produktion von Hormonen. Auf diese Funktionen m\u00f6chte ich w\u00e4hrend meiner\none.week.off ungerne verzichten. Aus diesem Grund werde ich vermehrt H\u00fchner-Eier,\ndie eine Quelle f\u00fcr nat\u00fcrliches Vitamin B12 sind, in meine Ern\u00e4hrung einbauen. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Tag 3<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das kann\ndoch kein Zufall sein! Zu dieser Erkenntnis komme ich nach meiner zweiten\nSporteinheit diese Woche. Ich trainiere momentan im Fitnessstudio und versuche\nmeine Kraft von Einheit zu Einheit zu steigern. Seit ich mich vegetarisch\nern\u00e4hre, konnte ich in beiden Trainingssessions mehr Gewicht als \u00fcblich\nbewegen. Klar, bei einer ungew\u00f6hnlichen hohen Steigerung der Kraft k\u00f6nnen\nmehrere Faktoren die Ursache sein, wie erholsamerer Schlaf oder besserer\nRegeneration durch weniger Stress. <\/p>\n\n\n\n<p>Aber eine\nVer\u00e4nderung, die definitiv auf die vegetarische Ern\u00e4hrung zur\u00fcckzuf\u00fchren ist,\nist das Gef\u00fchl nach dem essen. &nbsp;Am Anfang\nder Woche war es nur eine Kleinigkeit und sie ist mir fast nicht aufgefallen,\naber an Tag 3 bin ich mir sicher, dass ich nach dem Essen weniger K.O. bin. Ich\nf\u00fchle mich nach einer vegetarischen Mahlzeit genauso stark ges\u00e4ttigt, wie nach\neiner Mahlzeit mit Fleisch. Der unterschied liegt nur darin, dass ich fit und\ngest\u00e4rkt zum Beispiel meiner Arbeit nachgehen kann. <\/p>\n\n\n\n<p>In beiden\nF\u00e4llen k\u00f6nnte auch der \u201ePlacebo-Effekt\u201c schuld sein an dem besseren Gef\u00fchl\nsein. Vielleicht kann ich dar\u00fcber am letzten Tag meines Experiments\ngesichertere Aussagen treffen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Tag\n5&nbsp; <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Es ist Tag 5\nmeines Experiments und das erste Mal stand ich vor der Herausforderung\nau\u00dferhalb zu essen. Bisher habe ich mir mein Essen einen Tag vorher zubereitet,\num es dann in der Uni oder auf der Arbeit warmzumachen. Dadurch musste ich mich\nnicht auf die Suche nach einem vegetarischen Angebot machen. Doch heute hatte\nich mich spontan mit einem Freund getroffen und wir wollten in der Stadt etwas\nessen. Als wir durch die Stra\u00dfen schlenderten, um ein geeignetes Restaurant zu\nfinden, fiel mir schlagartig auf, wie sehr die Innenstadt von Fleischangeboten\ngepr\u00e4gt ist-KFC, Schweinske, Meister Bock. Ich realisiere, wie stark sich das Angebot\nan unsere Nachfrage angepasst hat. Stets nach dem Motto: Unser t\u00e4gliches\nFleisch gib uns heut\u2018. Als Nicht-Vegetarier ist es mir nie aufgefallen, da war\nmeine gr\u00f6\u00dfte Sorge, dass ich mich zwischen asiatisch oder amerikanisch essen entscheiden\nmusste. Doch kurz nach dieser Beobachtung, kam die Erkenntnis, dass der Markt\nf\u00fcr Vegetarier nat\u00fcrlich viel kleiner ist und es dadurch weniger Angebote gibt.\nWir haben uns dann auf den Weg zu \u201eHans im Gl\u00fcck\u201c gemacht, da es dort\nfantastische vegetarische und vegane Burger gibt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Tag 7 <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nach sieben Tagen ist es schon fast Alltag geworden einen\ngro\u00dfen Bogen um das Fleischregal im Supermarkt oder den KFC am Bahnhof zu\nmachen. Der letzte Tag meines Experiments wird definitiv nicht der letzte Tag\nbleiben, an dem ich fleischfrei esse. Die Woche hat mir gezeigt, dass es nicht\nnotwendig ist, jeden Tag Fleisch zu konsumieren. Ich habe viele leckere vegetarische\nRezepte ausprobiert und werde davon einige ich in meinen Alltag integrieren. Da\nbei mir w\u00e4hrend der Woche keine Mangelerscheinungen aufgetreten sind und es mir\nein gutes, fitteres K\u00f6rpergef\u00fchl gegeben hat, werde ich in Zukunft vermehrt\nvegetarische Mahlzeiten kochen. Permanent kann ich es mir jedoch nicht vorstellen\nvegetarisch oder vegan zu leben. Ein Mittelweg zwischen beiden Extremen ist f\u00fcr\nmich eine L\u00f6sung, die mir ein weniger schlechtes Gewissen hinterl\u00e4sst. Nicht\njeden Tag Fleisch zu konsumieren, sondern seinem K\u00f6rper mal ein paar\npflanzliche Vitamine zuf\u00fchren und nur zu besonderen Anl\u00e4ssen Tiere essen, daf\u00fcr\ndann aber Fleisch von hoher Qualit\u00e4t.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"entry-summary\">\nFleischlos zu H\u00f6chstleistungen Fleischkonsum. 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