Nicole führt sehr erfolgreich den Hundeblog „Moe & Me„, auf dem sie von ihrem Zusammenleben und ihren Erlebnissen mit ihrem Hund Moe erzählt.
Mir hat sie einige spannende Fragen beantwortet, durch die wir sie, Moe und ihren Blog näher kennenlernen können:

Frauchen Nicole mit ihrem treuen Begleiter Moe

Frauchen Nicole mit ihrem treuen Begleiter Moe (C) Nicole Goetz/ moeandme.de

Du schreibst auf deinem Blog, dass du lange von einem eigenen Hund geträumt hast. Woher kommt dieser Wunsch? Warst du immer schon ein „Hunde-Mensch“?

Ich glaube ernsthaft, dass man bereits so geboren wird. Meine Schwester ist genauso aufgewachsen wie ich und hat überhaupt keinen Bezug zu Tieren. Ich selber würde mich nicht unbedingt als Hundemensch bezeichnen, sondern als jemand, der Tiere einfach unheimlich gerne mag, sie gerne beobachtet und, natürlich, auch streichelt. Dass ausgerechnet ein Hund eingezogen ist, war auch letztendlich die Entscheidung meines Freundes. Ja, natürlich liebe ich meinen Hund. Aber sicherlich wäre eine Katze auch super gewesen und ich hätte sie wahrscheinlich genau so sehr gemocht wie Moe.

Du schreibst von deiner Begeisterung für den Film „Marley und ich“. Hast du nach nach dem Film direkt den Entschluss gefasst, dass du über deinen zukünftigen Hund bloggen möchtest?

Nein, überhaupt nicht. Viele Menschen in meinem Umfeld haben mir schon früher gesagt, dass ich unbedingt schreiben soll. Aber eigentlich war das nie meine Intention. Mein Freund hat mich letztendlich dazu gebracht und irgendwann fing es mir auch an, Spaß zu machen. Vor allem, als dann endlich die ersten Kommentare kamen und ich dachte: „Hey, du wirst ja wahrgenommen!“ Das war toll. Allerdings fing das Bloggen erst an, nachdem Moe schon fast ein Jahr bei uns gelebt hat.

Hast du schon vor moeandme.de in deiner Freizeit gebloggt?

Nein, bis dahin habe ich nicht einmal richtig etwas von Blogs gehört. Damals (2010) hatte noch nicht jeder einen Blog, man war ein richtiger Exot und den meisten musste das erst einmal erklärt werden.

Wie hast du es geschafft, dass du im Google-Ranking für den Suchbegriff „Hundeblog“ an erster Stelle stehst? Nutzt du SEO- oder Google-Tools? Wenn ja, welche?

Das wurde ich auch schon oft gefragt. Ich behaupte mal, Glück und Durchhaltevermögen. Wenn man so lange bloggt wie ich und dann auch noch für eine Nische, dann klappt das irgendwann einmal. Ich nutze Google Analytics, aber eigentlich nur, um mein Media Kit für Kooperationspartner auf dem Laufenden zu halten. Mich selber interessieren die Zahlen nicht wirklich.

Was sind deine Top 3 Tipps für den Start eines Blogs?

Durchhalten, auch wenn es am Anfang kaum Leser gibt.
Auf den Social-Media- Kanälen aktiv sein und in verschiedenen Gruppen posten, auch Kommentare bei anderen Blogs hinterlassen.
Und, ganz wichtig: Liebe das, was du tust. Selbst wenn du den eintausendsten Beauty- und Lifestyleblog machen willst: Tu es. Und bleib du selbst.

Hand auf’s Herz – Wann geht dir das Hunde-Mama-Sein auf die Nerven?

Ganz ehrlich: Nie. Ich bin schon eher der Misanthrop und kann wahnsinnig gut mit Tieren. Moe ist mir noch nie wirklich auf die Nerven gegangen, selbst als er in seiner Sturm- und Drang- Zeit so einiges kaputt gemacht hat.

Wie ist Nicole in drei Worten?

Chaotisch. Kindisch. Sensibel.

Wie ist Moe in drei Worten?

Treu. Stur. Sensibel.

Was macht Moe und dich zum perfekten Team?

Unser Charakter ähnelt sich sehr, beispielsweise sind wir beide unheimlich liebesbedürftig und kuscheln gerne. Wir sind genauso gerne draußen und machen Unsinn. Außerdem ist Moe als Rüde wahnsinnig Frauchen-bezogen und orientierte sich von Anfang an mir. Irgendwie passen wir als Rudel perfekt zusammen.

Was macht ihr besonders gerne zusammen? – Und alleine?

Zusammen machen wir tatsächlich das meiste, eigentlich gibt es uns nur im Doppelpack. Das einzige, was ich tatsächlich alleine mache, ist Kochen. Und Moe? Wahrscheinlich auf seinem Knochen herumkauen.

Wie viel Zeit pro Woche investierst du in moeandme.de?

Viel zu viel, wenn es nach anderen geht, die das Finanzielle im Auge behalten. Viel zu wenig, wenn ich mir hauptberufliche Blogger anschaue. Generell nehme ich mir 3- 4 Stunden pro Artikel für den Blog raus. Je nachdem, wie viele Artikel in einer Woche erscheinen, können das mal eher 20 Stunden, manchmal auch mehr sein. Oft arbeite ich auch samstags und sonntags an neuen Artikeln, bei manchen ist die Recherchearbeit aufwendig. Manche Artikel sind aber auch in einer Stunde fertig.

Hast du als Bloggerin schon besonders schöne oder schlechte Erfahrungen gemacht?

Eigentlich mache ich mit meinem Blog vor allem positive Erfahrungen. Allein die ganzen Kooperationen, die bisher zustande gekommen sind, sind für einen Nischenblog wie meinen riesig. Ich darf für ein Magazin schreiben, ich darf Pressereisen machen (die ich aber häufig ablehne wegen Moe) und natürlich bekomme ich wahnsinnig tolle Produkte zur Verfügung gestellt. Durch das Bloggen kommen mir immer neue Ideen, was ich mit Moe ausprobieren könnte. Diesen Monat fangen wir beispielsweise mit dem Mantrailing an.
Schlechte Erfahrungen mache ich dagegen ganz selten. Ja, manchmal sind Kooperationspartner ziemlich doof. Manchmal sind es auch andere Blogger, die merkwürdig werden. Und es gibt auch immer mal wieder negative Kommentare auf meinem Blog, die ich dann aber rigoros lösche, wenn sie nicht konstruktive Kritik äußern. Aber das Positive überwiegt.