{"id":1120,"date":"2016-04-15T15:11:21","date_gmt":"2016-04-15T13:11:21","guid":{"rendered":"http:\/\/journalcologne.hmkw.de\/kunstundkoeln\/?p=1120"},"modified":"2016-04-15T16:52:38","modified_gmt":"2016-04-15T14:52:38","slug":"von-rotwein-ueber-kaese-bis-zur-art-cologne","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/journalcologne.hmkw.de\/kunstundkoeln\/2016\/04\/15\/von-rotwein-ueber-kaese-bis-zur-art-cologne\/","title":{"rendered":"Von Rotwein \u00fcber K\u00e4se bis zur ART COLOGNE"},"content":{"rendered":"<p><strong>Auch organisatorisch stellt die ART COLOGNE Jahr f\u00fcr Jahr die Verantwortlichen vor gro\u00dfe Herausforderungen. Insbesondere die \u00d6ffentlichkeitsarbeit steht hierbei im Fokus von KUNST &amp; K\u00d6LN. Dazu\u00a0trafen wir am Freitag, dem zweiten Besuchertag, Benjamin Agert, den Kommunikationsmanager der ART COLOGNE zu einem ausf\u00fchrlichen Interview.\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>KUNST &amp; K\u00d6LN: Herr Agert, zu Beginn erstmal ganz pragmatisch: Welche Aufgaben haben Sie als Pressesprecher der ART COLOGNE?<\/p>\n<p><em><strong>Agert:<\/strong><\/em> <em>Vor allem viel Schreiben und nat\u00fcrlich viel Sprechen, st\u00e4ndig in Kontakt zu Menschen stehen. Auch bezugnehmend auf den letztj\u00e4hrigen Blog der HMKW, habe ich eine sehr treffende \u00dcberschrift gelesen: \u201eEin halbes Jahr f\u00fcr f\u00fcnf Tage Kunst\u201c. Letzten Endes ist es so: Die Vorbereitungen beginnen im September des Vorjahres, bis hin zum April des jeweiligen Messejahres. Es ist mein Job, diese Messen in der \u00d6ffentlichkeit zu pr\u00e4sentieren. Es gilt, nicht nur die Messe mit ihren Ausstellern und ihrer Qualit\u00e4t, sondern beispielsweise auch den Direktor Daniel Hug in der \u00d6ffentlichkeit zu platzieren. Das Medieninteresse ist nat\u00fcrlich bei einem Ereignis wie der ART COLOGNE gro\u00df. Das macht den Job auf der einen Seite angenehm, ist aber auf der anderen Seite gleichzeitig Koordinationsaufgabe, wenn es zum Beispiel darum geht, welche Journalisten wann, wo ihren Interviewslot bekommen. Es geht dann darum, die richtigen Informationen zur richtigen Zeit an die richtigen Leute zu bringen. Vor allem\u00a0in den letzten Jahren gewannen dann die sozialen Medien immer mehr an Bedeutung: Welche Kan\u00e4le sollen wie bespielt werden? Passt das zur Messe? Passt das ins Gesamtkonzept der Kommunikation? Hierbei ist das Zusammenspiel von Marketing, Werbung und eben PR wichtig.<\/em><\/p>\n<p>KUNST &amp; K\u00d6LN: Bei der Er\u00f6ffnungspressekonferenz schien die Oberb\u00fcrgermeisterin K\u00f6lns Henriette Reker in Anbetracht der eher \u00fcberschaubaren anwesenden Journalisten eher ironisch und entt\u00e4uscht zu kommentieren: \u201eSo sieht die Er\u00f6ffnung eines Weltereignisses aus.\u201c Wie haben Sie diesen Satz verstanden?<\/p>\n<p><strong><em>Agert:<\/em> <\/strong><em>Ich glaube sie hat es \u00fcberhaupt nicht ironisch gemeint, aber es klang tats\u00e4chlich ein wenig so. Ich war doch auch ein St\u00fcck weit \u00fcberrascht \u00fcber diese Er\u00f6ffnung.<\/em><\/p>\n<p>KUNST &amp; K\u00f6ln: Wie viel muss man als Pressesprecher der ART COLOGNE von moderner Kunst verstehen?<\/p>\n<p><strong><em>Agert:<\/em> <\/strong><em>Ich habe zwar keine Kunstgeschichte studiert, denke auch dass eine gewisse Distanz ganz gut ist f\u00fcr die Arbeit, aber ein gewisses Knowhow ist sicherlich auch notwendig. Man hat nat\u00fcrlich viel mit Leuten zu tun, die tief in der Branche drin sind und vielleicht ein wenig anders ticken, daher ist es schon gut sich f\u00fcr das Thema zu interessieren und sich damit auseinanderzusetzen. Genau das habe ich in den bisherigen vier Jahren bei der ART COLOGNE auch so praktiziert. Inzwischen w\u00fcrde ich schon behaupten, dass ich mich ein bisschen auskenne, dieses Wissen ist aber nat\u00fcrlich nicht zu vergleichen mit jenem von den wirklichen Experten der Szene.<\/em><\/p>\n<p>KUNST &amp; K\u00d6LN: Was ist die gr\u00f6\u00dfte Herausforderung w\u00e4hrend der Vorbereitung der Messe?<\/p>\n<p><strong><em>Agert:<\/em> <\/strong><em>Die gr\u00f6\u00dfte Herausforderung ist f\u00fcr mich pers\u00f6nlich die, die wichtigsten Journalisten zufrieden zu stellen, weil es nat\u00fcrlich wichtig ist, was in den diversen Medien erscheint. Daher ist der wichtigste Tag auf der Messe selbst der Mittwoch, wenn unter anderem die versammelte Presse am Preview-Tag zugegen ist. Das Ergebnis der Arbeit an diesem Mittwoch erscheint folglich am Samstagmorgen in den Feuilleton-Seiten der Zeitungen. Was schreiben zum Beispiel FAZ, die Welt, die S\u00fcddeutsche und der Tagesspiegel? Der Focus hat zum diesj\u00e4hrigen Jubil\u00e4um sieben Seiten zur ART COLOGNE ver\u00f6ffentlicht. Dies gar ohne unser Zutun. Das sind dann die Glanzstunden f\u00fcr erfolgreiche Kommunikationsarbeit.<\/em><\/p>\n<p>KUNST &amp; K\u00d6LN: Wie ist ihr bisheriger Werdegang? Wie sind Sie Pressesprecher bei der Koelnmesse geworden?<\/p>\n<p><strong><em>Agert:<\/em> <\/strong><em>Ich habe Kommunikations- und Medienwissenschaft und Germanistik studiert (D\u00fcsseldorf, Essen). Nach einem halbj\u00e4hrigen Praktikum bei der Popkomm im Bereich Kongressmanagement, einer ehemaligen Fachmesse f\u00fcr Musik und Unterhaltung, fand also schon sehr fr\u00fch das Thema Messe und Kommunikation sehr spannend. Durch das Stagnieren der Messe-Branche entschied ich mich dann jedoch f\u00fcr ein klassisches PR-Volontariat im Food-Bereich. Rotwein und Schweizer K\u00e4se waren da meine Aufgabenbereiche. Anschlie\u00dfend wechselte ich im Rahmen der \u201eRuhr 2010\u201c\u00a0 f\u00fcr drei Jahre in den PR-Bereich einer Kulturstiftung im Ruhrgebiet. Dann hatte ich noch nicht ausgelernt, wollte noch mehr machen und wechselte ich in den Agenturbereich. Auf der einen Seite ist Agenturarbeit sehr stressig und speziell, jedoch lernt man sehr viel in k\u00fcrzester Zeit. Da betreute ich die Metro Holding Group im Kommunikationssektor. Von da wechselte ich dann wieder in die Messebranche. Mein Weg f\u00fchrte also nicht direkt in die Kunst. Welche Messen da in mein Portfolio fielen, war einfach simpler Zufall, die ART COLOGNE habe ich nat\u00fcrlich dennoch priorisiert.<\/em><\/p>\n<p>KUNST &amp; K\u00d6LN: Im Fu\u00dfball h\u00e4lt sich das Sprichwort: \u201eNach dem Spiel ist vor dem Spiel.\u201c L\u00e4sst sich dieser Slogan ohne weiteres auf das Messeleben \u00fcbertragen? Ist nach der Messe vor der n\u00e4chsten Messe?<\/p>\n<p><strong><em>Agert:<\/em> <\/strong><em>Definitiv. Auch wenn der Workload im Mai und Juni nat\u00fcrlich vergleichsweise ruhig ist, laufen dann bereits Vorbereitungen f\u00fcr das n\u00e4chste Jahr. In diesen Monaten stehen dann wichtige Kunstmarkt-Veranstaltungen auf dem Programm, wie beispielsweise die ART BASEL. Ich betreue zudem zwei weitere Messen, bin angestellt bei der Koelnmesse. Da ist zum einen die COLOGNE FINE ART, eine kleinere Kunst-Messe in K\u00f6ln, die auch Designst\u00fccke und Antiquit\u00e4ten beinhaltet. Zum anderen eine klassische Industrie-Messe, die KIND &amp; JUGEND, samt Kind- und Kleinkindausstellungen. Letztere ist zwischen den beiden Kunstmessen sehr angenehm, nicht zuletzt weil ich j\u00fcngst Nachwuchs bekommen habe.<\/em><\/p>\n<p>KUNST &amp; K\u00d6LN: Ist die ART COLOGNE von den drei Messen die \u201eSchwerste\u201c?<\/p>\n<p><em><strong>Agert:<\/strong> Auf jeden Fall. Sowohl was die Kunden, Aussteller und Journalisten angeht, ist die ART COLOGNE die Anspruchsvollste.<\/em><\/p>\n<p>KUNST &amp; K\u00d6LN: Der K\u00f6lner Stadtanzeiger hat zum Teil ein wenig kritisch \u00fcber die Messe berichtet. Wie gehen Sie mit Kritik im Allgemeinen um? Trifft Sie Kritik an einer Messe pers\u00f6nlich?<\/p>\n<p><em><strong>Agert:<\/strong> Wir sind sehr selbstbewusst und wissen, dass wir die \u00c4lteste sind, die h\u00e4ufig Pionierarbeit geleistet hat, wovon der ein oder andere auch abgekupfert hat. Dennoch ist nicht weg zu diskutieren, dass eine Messe wie die ART BASEL mit den weltweit f\u00fchrenden Galerien einfach unerreichbar ist. Der Standortvorteil Schweiz ist da nicht zu untersch\u00e4tzen f\u00fcr den Kunstmarkt. Dennoch wird die ART COLOGNE Jahr f\u00fcr Jahr von der Qualit\u00e4t her immer besser.<\/em><\/p>\n<p><em>Ich w\u00fcrde nicht sagen, dass mich Kritik pers\u00f6nlich trifft, es wurmt mich eher. So mache ich mir Gedanken: Woran lag es? Ist die Kritik gerechtfertigt? Wo liegt der Fehler, wenn die Kritik berechtigt ist?<\/em><\/p>\n<p>KUNST &amp; K\u00d6LN: Wie ist denn der Publikumszuspruch bislang in diesem Jahr?<\/p>\n<p><em><strong>Agert:<\/strong> Im Vergleich zu den zwischenzeitlichen Zahlen des Vorjahres sind wir zuversichtlich, die Besucherzahl aus dem Vorjahr zu \u00fcbertreffen und schauen schon jetzt auf zwei erfolgreiche erste Tage zur\u00fcck.<\/em><\/p>\n<p><em>(von Marius Schrammen)<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"entry-summary\">\nAuch organisatorisch stellt die ART COLOGNE Jahr f\u00fcr Jahr die Verantwortlichen vor&hellip;\n<\/div>\n<div class=\"link-more\"><a href=\"http:\/\/journalcologne.hmkw.de\/kunstundkoeln\/2016\/04\/15\/von-rotwein-ueber-kaese-bis-zur-art-cologne\/\" class=\"more-link\">Continue reading<span class=\"screen-reader-text\"> &ldquo;Von Rotwein \u00fcber K\u00e4se bis zur ART COLOGNE&rdquo;<\/span>&hellip;<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":118,"featured_media":1130,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"spay_email":"","jetpack_publicize_message":"","jetpack_is_tweetstorm":false},"categories":[3],"tags":[46,115,18],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/i0.wp.com\/journalcologne.hmkw.de\/kunstundkoeln\/wp-content\/uploads\/sites\/21\/2016\/04\/12973145_1001009453324640_5620820706184059262_o.jpg?fit=2048%2C1365","jetpack_publicize_connections":[],"jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p63LW5-i4","_links":{"self":[{"href":"http:\/\/journalcologne.hmkw.de\/kunstundkoeln\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1120"}],"collection":[{"href":"http:\/\/journalcologne.hmkw.de\/kunstundkoeln\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/journalcologne.hmkw.de\/kunstundkoeln\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/journalcologne.hmkw.de\/kunstundkoeln\/wp-json\/wp\/v2\/users\/118"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/journalcologne.hmkw.de\/kunstundkoeln\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1120"}],"version-history":[{"count":2,"href":"http:\/\/journalcologne.hmkw.de\/kunstundkoeln\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1120\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1209,"href":"http:\/\/journalcologne.hmkw.de\/kunstundkoeln\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1120\/revisions\/1209"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/journalcologne.hmkw.de\/kunstundkoeln\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1130"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/journalcologne.hmkw.de\/kunstundkoeln\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1120"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/journalcologne.hmkw.de\/kunstundkoeln\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1120"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/journalcologne.hmkw.de\/kunstundkoeln\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1120"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}