{"id":1683,"date":"2017-04-27T12:06:17","date_gmt":"2017-04-27T10:06:17","guid":{"rendered":"http:\/\/journalcologne.hmkw.de\/kunstundkoeln\/?p=1683"},"modified":"2017-05-01T17:25:20","modified_gmt":"2017-05-01T15:25:20","slug":"kunst-ist-kein-wettbewerb","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/journalcologne.hmkw.de\/kunstundkoeln\/2017\/04\/27\/kunst-ist-kein-wettbewerb\/","title":{"rendered":"Kunst ist kein Wettbewerb!"},"content":{"rendered":"<p>Gestatten? Das ist Matthias, die Sekret\u00e4rin des Institutes \u201c<strong><a href=\"https:\/\/www.khm.de\/termine\/news.3894.this-is-not-a-competition\/\">This is not a competition<\/a><\/strong>.\u201d An ihrem Schreibtisch vermittelt sie Coachingsessions des Institutes. Immer wieder schauen sich Leute aus Neugier beim Institut um und betreten den Gang, der zum Coaching Raum f\u00fchrt. Gewissenhaft achtet sie darauf, dass niemand die laufende 10 Minuten-Session unterbricht, indem sie auf das Schild neben sich verweist: \u201esession in progress. \u2013 ask matthias\u201c<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/journalcologne.hmkw.de\/kunstundkoeln\/wp-content\/uploads\/sites\/21\/2017\/04\/IMG_0602.jpg\"><img data-attachment-id=\"1694\" data-permalink=\"http:\/\/journalcologne.hmkw.de\/kunstundkoeln\/2017\/04\/27\/kunst-ist-kein-wettbewerb\/img_0602\/\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/journalcologne.hmkw.de\/kunstundkoeln\/wp-content\/uploads\/sites\/21\/2017\/04\/IMG_0602.jpg?fit=4272%2C2848\" data-orig-size=\"4272,2848\" data-comments-opened=\"0\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;5.6&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;Canon EOS 1100D&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1493133005&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;27&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;400&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.025&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}\" data-image-title=\"This is not a competition\" data-image-description=\"\" data-medium-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/journalcologne.hmkw.de\/kunstundkoeln\/wp-content\/uploads\/sites\/21\/2017\/04\/IMG_0602.jpg?fit=632%2C421\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/journalcologne.hmkw.de\/kunstundkoeln\/wp-content\/uploads\/sites\/21\/2017\/04\/IMG_0602.jpg?fit=1020%2C680\" loading=\"lazy\" class=\"alignright wp-image-1694 \" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/journalcologne.hmkw.de\/kunstundkoeln\/wp-content\/uploads\/sites\/21\/2017\/04\/IMG_0602.jpg?resize=339%2C198\" alt=\"This is not a competition\" width=\"339\" height=\"198\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/journalcologne.hmkw.de\/kunstundkoeln\/wp-content\/uploads\/sites\/21\/2017\/04\/IMG_0602.jpg?resize=480%2C280 480w, https:\/\/i0.wp.com\/journalcologne.hmkw.de\/kunstundkoeln\/wp-content\/uploads\/sites\/21\/2017\/04\/IMG_0602.jpg?zoom=2&amp;resize=339%2C198 678w, https:\/\/i0.wp.com\/journalcologne.hmkw.de\/kunstundkoeln\/wp-content\/uploads\/sites\/21\/2017\/04\/IMG_0602.jpg?zoom=3&amp;resize=339%2C198 1017w\" sizes=\"(max-width: 339px) 100vw, 339px\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/a><\/p>\n<p>Matthias\u2018 Anmeldeliste f\u00fcllt sich st\u00e4ndig, die Neugier auf das Unbekannte siegt bei vielen. Und das ist auch gut so, denn der Betrachter wird hier ziemlich schnell Teil eines Gesamtkunstwerkes.<\/p>\n<p>14:43 Uhr. Matthias ruft den n\u00e4chsten Teilnehmer auf. Gelbe W\u00e4nde, ein kleiner Tisch mit einer Vase, zwei St\u00fchle. Und Ale Bachlechner, sie leitet das Coaching. Neben ihr ist eine Kamera platziert. \u201ePlease take your seat.\u201c<a href=\"https:\/\/i2.wp.com\/journalcologne.hmkw.de\/kunstundkoeln\/wp-content\/uploads\/sites\/21\/2017\/04\/IMG_0636.jpg\"><img data-attachment-id=\"1695\" data-permalink=\"http:\/\/journalcologne.hmkw.de\/kunstundkoeln\/2017\/04\/27\/kunst-ist-kein-wettbewerb\/img_0636\/\" data-orig-file=\"https:\/\/i2.wp.com\/journalcologne.hmkw.de\/kunstundkoeln\/wp-content\/uploads\/sites\/21\/2017\/04\/IMG_0636.jpg?fit=4272%2C2848\" data-orig-size=\"4272,2848\" data-comments-opened=\"0\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;9&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;Canon EOS 1100D&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1493144115&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;18&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;800&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.0769230769231&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}\" data-image-title=\"Ale Bachlechner\" data-image-description=\"\" data-medium-file=\"https:\/\/i2.wp.com\/journalcologne.hmkw.de\/kunstundkoeln\/wp-content\/uploads\/sites\/21\/2017\/04\/IMG_0636.jpg?fit=632%2C421\" data-large-file=\"https:\/\/i2.wp.com\/journalcologne.hmkw.de\/kunstundkoeln\/wp-content\/uploads\/sites\/21\/2017\/04\/IMG_0636.jpg?fit=1020%2C680\" loading=\"lazy\" class=\"alignright size-full wp-image-1695\" src=\"https:\/\/i2.wp.com\/journalcologne.hmkw.de\/kunstundkoeln\/wp-content\/uploads\/sites\/21\/2017\/04\/IMG_0636.jpg?resize=1020%2C680\" alt=\"Ale Bachlechner\" width=\"1020\" height=\"680\" srcset=\"https:\/\/i2.wp.com\/journalcologne.hmkw.de\/kunstundkoeln\/wp-content\/uploads\/sites\/21\/2017\/04\/IMG_0636.jpg?w=4272 4272w, https:\/\/i2.wp.com\/journalcologne.hmkw.de\/kunstundkoeln\/wp-content\/uploads\/sites\/21\/2017\/04\/IMG_0636.jpg?resize=632%2C421 632w, https:\/\/i2.wp.com\/journalcologne.hmkw.de\/kunstundkoeln\/wp-content\/uploads\/sites\/21\/2017\/04\/IMG_0636.jpg?resize=1020%2C680 1020w, https:\/\/i2.wp.com\/journalcologne.hmkw.de\/kunstundkoeln\/wp-content\/uploads\/sites\/21\/2017\/04\/IMG_0636.jpg?resize=233%2C155 233w, https:\/\/i2.wp.com\/journalcologne.hmkw.de\/kunstundkoeln\/wp-content\/uploads\/sites\/21\/2017\/04\/IMG_0636.jpg?w=2040 2040w, https:\/\/i2.wp.com\/journalcologne.hmkw.de\/kunstundkoeln\/wp-content\/uploads\/sites\/21\/2017\/04\/IMG_0636.jpg?w=3060 3060w\" sizes=\"(max-width: 1020px) 100vw, 1020px\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/a><\/p>\n<h3>\u00dcberforderungszust\u00e4nde provozieren<\/h3>\n<p>Diese zugegebenerma\u00dfen sehr skurrile Szenerie stammt nicht etwa aus einer neuartigen Therapieform, sondern ist eine Art der Performance Kunst. Sowohl Matthias, als auch Ale geh\u00f6ren zu einer Gruppe von insgesamt sieben Performance-K\u00fcnstlern der Kunsthochschule f\u00fcr Medien K\u00f6ln (KHM), die derzeit ihr Projekt \u201eThis is not a competition\u201c im Rahmen der ART COLOGNE zur Schau stellt. Sie performen im fiktionalen Rahmen eines Institutes, in dem sie Leute zu Themen wie Neid, Rivalit\u00e4t, Motivation oder auch Selbstreflektion interviewen. Nimmt man Ale gegen\u00fcber Platz, folgt die kurze Anweisung sich vollkommen zu entspannen und die folgenden Fragen so spontan, wie m\u00f6glich zu beantworten. \u201eWhat is motivation for you?\u201d; \u201cIs there a thing, such as self-realization?\u201d Die Gespr\u00e4che zielen am Ende darauf ab, eine ver\u00e4nderte und deutlichere Selbstwahrnehmung der Befragten zu erreichen. \u201eWenn man leichte \u00dcberforderungszust\u00e4nde provoziert, dann kann das zu einer gewissen Entspannung f\u00fchren. Die Alltagsregeln gelten dann zum Teil nicht mehr, was zu neuen Regeln und einer neuen Umgebung f\u00fchrt, die sehr entspannend wirken kann\u201c erkl\u00e4rt Ale Bachlechner, die Gr\u00fcnderin des Projekts, in einem Gespr\u00e4ch.<\/p>\n<p>Das Konzept zur Performance ist, laut Ale, w\u00e4hrend des ganzen Arbeitsprozesses im Kollektiv entstanden. Die Gespr\u00e4che seien zwar geskripted, aber dar\u00fcber hinaus w\u00fcrden auch Dinge \u00fcber den Austausch mit dem Publikum entstehen. Und bei genau diesem Austausch zwischen ihr und dem Publikum, inspiriere sie immer wieder, wenn \u201ein diesen doch sehr begrenzten Begegnungen ein Funke \u00fcberspringt, oder man ein Thema erwischt, wo jemand sagt: \u201aSelbstverwirklichung? Klar, alles steht dir zur Verf\u00fcgung, du musst es nur machen! The world is there for the taking.\u2018 Es ist f\u00fcr mich einfach spannend die Meinungen vieler Leute anzuzapfen zu diesen Themen\u201c.<\/p>\n<h3>\u201eKommunikation ist der bestimmende Faktor in meiner Kunst\u201c<\/h3>\n<p>Der Hauptaspekt bei \u201eThis is not a competition\u201c liegt eindeutig auf kommunikativer Ebene, sowohl verbal, als auch nonverbal. Diese Form der Kunst ist schon im Herstellungsprozess abh\u00e4ngig von Kommunikation, da sie wie im Fall von \u201eThis is not a competition\u201c h\u00e4ufig im Kollektiv entsteht. F\u00fcr Ale selbst \u201eist Kommunikation schon der bestimmende Faktor in dem Werk. F\u00fcr mich ist diese Art des Kommunizierens am interessantesten, da sie ein bisschen andere Regeln verfolgt als andere. Und dadurch einfach offener ist und mehr \u00dcberraschungen erm\u00f6glicht.\u201c Ob es sich um partizipative Kunst, Art Performance oder Live Installation handelt, darauf m\u00f6chte sich Ale Bachlechner nicht festlegen. \u201eDas Gute ist ja, dass ich es nicht selbst einordnen muss. Ich muss es ja machen und dann m\u00fcssen sich das andere ein bisschen \u00fcberlegen wie sie das einordnen wollen.\u201c<\/p>\n<p><em>(von Sascha Koch und Maximilian J\u00e4ger)<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"entry-summary\">\nGestatten? 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