{"id":1692,"date":"2017-04-27T12:33:08","date_gmt":"2017-04-27T10:33:08","guid":{"rendered":"http:\/\/journalcologne.hmkw.de\/kunstundkoeln\/?p=1692"},"modified":"2017-04-27T15:10:05","modified_gmt":"2017-04-27T13:10:05","slug":"parallelwelt-oder-wirklichkeit-interview-mit-titus-schade","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/journalcologne.hmkw.de\/kunstundkoeln\/2017\/04\/27\/parallelwelt-oder-wirklichkeit-interview-mit-titus-schade\/","title":{"rendered":"Im Interview mit K\u00fcnstler Titus Schade"},"content":{"rendered":"<p>Titus Schade setzt sich in seinen Arbeiten mit Bild und Bildraum auseinander \u2013 er bedient sich daf\u00fcr an Gegenst\u00e4nden aus der Realit\u00e4t, um eine Parallelwelt darzustellen. Dabei integriert er normalerweise verschiedenste Architekturen. Auf der ART COLOGNE 2017 zeigt er allerdings etwas Neues: Eine Serie aus Wolkenbildern.<\/p>\n<p><strong>Welche verschiedenen Stimmungen sollen die Wolken darstellen?<\/strong><\/p>\n<p>Das ist eine Art Wolken-Typologie. Im Prinzip habe ich in dieser Serie das Gegenteil von dem gemacht, was ich bisher immer gemacht habe. Normalerweise sind die Architektur und der konstruierte Bildraum das zentrale Thema meiner Arbeiten. In diesem Fall ist es das genaue Gegenteil, denn eine Wolke malt sich anders als ein Haus, welches konstruiert werden muss. Gewisserma\u00dfen&nbsp;habe ich meine eigene Art zu malen aufgel\u00f6st, um wieder einen neuen Ansatz zu finden. Damit es trotzdem ein Bild von mir bleibt, habe ich die Bilder umrahmt. Also im Prinzip ein Bild im Bild erstellt. Die Umrahmungen spielen hierbei eine zentrale Rolle, da sie so gemalt sind, wie ich sonst die H\u00e4user behandele.<\/p>\n<p><strong>Mir f\u00e4llt allerdings auf, dass ein Wolkenbild nicht eingerahmt ist. <\/strong><\/p>\n<p>Das stimmt. Die Frage habe ich auf der Messe tats\u00e4chlich schon \u00f6fter geh\u00f6rt. Die Bilder sind in einer Serie entstanden und dieses war tats\u00e4chlich eines der Ersten, das entstanden ist, aber auch eins, an dem ich am l\u00e4ngsten gearbeitet habe. Ich habe gedacht, ich lasse ein Bild ungerahmt, denn es funktioniert meiner Meinung nach auch so.<\/p>\n<p><strong>Was bedeuten sie verschiedenen Stimmungen in Deinen Werken?<\/strong><\/p>\n<p>Auf den Betrachter wirken die Bilder wahrscheinlich stimmungsvoll. Wenn ich sie male, gehe ich da aber tats\u00e4chlich relativ emotionslos vor. Ich versuche vielleicht eine Stimmung zu erzeugen, aber letztendlich verliere ich die Kontrolle, \u00fcber das, was ich male. Die Geschichte entsteht erst im Nachhinein.<\/p>\n<p><strong>Was m\u00f6chtest du mit deiner Kunst vermitteln?<\/strong><\/p>\n<p>Ich sehe mich eher als eine Art Schriftsteller, der einen Roman schreibt. Das hei\u00dft also, ich schaffe die M\u00f6glichkeiten einer Geschichte, die verschiedenartig zu deuten sein kann. Mir pers\u00f6nlich ist es sehr wichtig, dem Betrachter nicht die Lesrichtung vorzugeben, sondern dass er selbst bestimmen kann, was er darin sieht. Die Art meine Bilder zu lesen kann unterschiedlich sein und das ist auch gut so.<\/p>\n<p><strong>Bei deinen Bildern f\u00e4llt mir auf, dass alle Wolkenformationen aus einem turmartigen Geb\u00e4ude entstehen? Also, dass sie sozusagen alle einen Ursprung haben. <\/strong><\/p>\n<p>So habe ich es noch gar nicht gesehen. Die Architektur ist f\u00fcr mich als kompositorischer Moment wichtig \u2013&nbsp; wie eine Landmarke. Architektur ist sonst das Hauptthema in meinen Bildern. In diesem Fall war es aber so, dass ich das Minimum an Architektur gesucht habe und das stellt im Prinzip die Reduzierung auf diesen Strich dar. Es ist aber offen, was es genau ist. Das definiere ich nicht.<\/p>\n<p><strong>Wie viel Pers\u00f6nlichkeit steckt denn hinter deinen Kunstwerken? <\/strong><\/p>\n<p>Ich denke, die Pers\u00f6nlichkeit steckt sehr stark in der Malweise. Gerade bei den H\u00e4usern. Dieses akkurate, das mein Wesen wiederspiegelt. Ich versuche, Dinge zu kontrollieren. Auch wie ich die Malerei an sich betreibe, hat etwas von Modellbau-Charakter und ist vielleicht ein Spiegelbild von dem Opa, der im Keller vor seiner Modelleisenbahn sitzt und damit seine eigene Welt kreiert. Vielleicht hat das auch mit einem gewissen Kontrollwunsch zu tun, dass man seine eigene Welt kreiert, in der alles nach den eigenen Vorstellungen funktioniert \u2013 sogar das Wetter!<\/p>\n<table class=\"widefat\">\n<tbody>\n<tr class=\"\">\n<td><code>[tribulant_slideshow gallery_id=\"18\"]<\/code><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Die Bilder von Titus Schade sind in der Halle 11.2 B31 zu sehen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.eigen-art.com\/\" target=\"_blank\">Hier<\/a> geht es zu der Homepage der Galerie.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.titus-schade.de\/\" target=\"_blank\">Hier<\/a> geht es zur Homepage des K\u00fcnstlers.<\/p>\n<p><em>(von Melanie Meinhold)<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"entry-summary\">\nTitus Schade setzt sich in seinen Arbeiten mit Bild und Bildraum auseinander&hellip;\n<\/div>\n<div class=\"link-more\"><a href=\"http:\/\/journalcologne.hmkw.de\/kunstundkoeln\/2017\/04\/27\/parallelwelt-oder-wirklichkeit-interview-mit-titus-schade\/\" class=\"more-link\">Continue reading<span class=\"screen-reader-text\"> &ldquo;Im Interview mit K\u00fcnstler Titus Schade&rdquo;<\/span>&hellip;<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":140,"featured_media":1698,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"spay_email":"","jetpack_publicize_message":"","jetpack_is_tweetstorm":false},"categories":[3],"tags":[171,177,46,201,153,203,86,85,130,202],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/i0.wp.com\/journalcologne.hmkw.de\/kunstundkoeln\/wp-content\/uploads\/sites\/21\/2017\/04\/FullSizeRender.jpg?fit=3588%2C2691","jetpack_publicize_connections":[],"jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p63LW5-ri","_links":{"self":[{"href":"http:\/\/journalcologne.hmkw.de\/kunstundkoeln\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1692"}],"collection":[{"href":"http:\/\/journalcologne.hmkw.de\/kunstundkoeln\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/journalcologne.hmkw.de\/kunstundkoeln\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/journalcologne.hmkw.de\/kunstundkoeln\/wp-json\/wp\/v2\/users\/140"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/journalcologne.hmkw.de\/kunstundkoeln\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1692"}],"version-history":[{"count":9,"href":"http:\/\/journalcologne.hmkw.de\/kunstundkoeln\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1692\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1741,"href":"http:\/\/journalcologne.hmkw.de\/kunstundkoeln\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1692\/revisions\/1741"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/journalcologne.hmkw.de\/kunstundkoeln\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1698"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/journalcologne.hmkw.de\/kunstundkoeln\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1692"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/journalcologne.hmkw.de\/kunstundkoeln\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1692"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/journalcologne.hmkw.de\/kunstundkoeln\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1692"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}