{"id":664,"date":"2016-04-13T15:30:35","date_gmt":"2016-04-13T13:30:35","guid":{"rendered":"http:\/\/journalcologne.hmkw.de\/kunstundkoeln\/?p=664"},"modified":"2016-04-14T19:18:17","modified_gmt":"2016-04-14T17:18:17","slug":"lost-at-art-cologne-teil-1","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/journalcologne.hmkw.de\/kunstundkoeln\/2016\/04\/13\/lost-at-art-cologne-teil-1\/","title":{"rendered":"Lost at ART COLOGNE &#8211; Teil 1"},"content":{"rendered":"<p><strong>Es ist Mittwochmorgen, kurz vor elf. Eine Horde Jugendlicher steht vor den Messehallen in K\u00f6ln Deutz. Immerhin kommt die Location einigen bekannt vor, war hier doch letzte Woche noch die FIBO, die gr\u00f6\u00dfte Fitness-Messe der Welt. Dieser Umstand sowie die Tatsache, dass hier auch einmal im Jahr die Gamescom stattfindet, sind aber auch schon die einzigen Dinge, mit denen man als Durchschnittsstudent im Moment etwas anfangen kann. Ansonsten schwebt ein riesiges Fragezeichen \u00fcber den K\u00f6pfen der Studenten der HMKW.<\/strong><\/p>\n<p>Und das zu Recht: Als wir die Halle betreten, um an der\u00a0 Pressekonferenz der ART COLOGNE\u00a0teilzunehmen, merke ich, dass die Leute hier tats\u00e4chlich irgendwie &#8222;anders&#8220; sind. W\u00e4hrend ich in Oversize-Shirt, Lederjacke, Jeans und Sneakern zu einem freien Tisch schlendere, komme ich mir das erste Mal leicht deplatziert vor. Eine Frau in der ersten Reihe ist komplett in lila gekleidet und tr\u00e4gt einen auff\u00e4lligen Hut. Er ist deshalb so auff\u00e4llig, da von ihm etwas ragt, das stark einem gut geschm\u00fcckten Blumentopf \u00e4hnelt. Ein paar Meter weiter entdecke ich ein putziges P\u00e4rchen: Mann und Frau, beide mit rosa R\u00f6ckchen, beide mit Glatze. Da ich mir leider nicht sicher bin, ob sie der irdischen Kommunikation m\u00e4chtig sind, spreche ich sie nicht an. Zu gerne h\u00e4tte ich gewusst, ob sie auch eine Kunstform verk\u00f6rpern und quasi der Ausstellung dienen.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich findet man hier aber nicht nur Paradiesv\u00f6gel und laufende Kunstwerke. 70 Prozent der Besucher sind Anzugtr\u00e4ger und Frauen im Abendkleid, denen man bereits aus der Entfernung ansieht, dass sie das n\u00f6tige Kleingeld f\u00fcr das ein oder andere Kunstwerk dabei haben. Ich hingegen nippe weiter an meiner Gratis-Cola und lasse meinen\u00a0Blick durch die Menge schweifen. W\u00e4hrend die meisten interessiert dem Er\u00f6ffnungspl\u00e4doyer der K\u00f6lner B\u00fcrgermeisterin Henriette Reker lauschen, sprechen die Blicke von uns unpassend gekleideten Studenten eine ganz eigene Sprache. Pl\u00f6tzlich f\u00e4llt ein Satz, von dem ich das Gef\u00fchl habe, er richte sich direkt an die Kunstbanausen der Medienhochschule. So versichert Gerald B\u00f6se, der Vorsitzende der K\u00f6ln Messe GmbH: \u201eDiese Messe nimmt vielen Kunst-Unerfahrenen die Angst sich mit Kunst auseinander zu setzen.\u201c<\/p>\n<p>Als ich mich noch immer frage, wovor ich denn Angst haben sollte, beantwortet der n\u00e4chste Redner diese Frage mehr oder weniger mit erschlagenden Zahlen. In sympathisch amerikanischen Akzent preist Daniel Hug, Kunsth\u00e4ndler und Direktor der ART\u00a0COLOGNE\u00a0seine Messe an: \u201e218 der wichtigsten deutschen Galerien und die weltweit bedeutendsten Kunsth\u00e4ndler sind definitiv einer Jubil\u00e4umsveranstaltung angemessen.\u201c<\/p>\n<p>Die Menge applaudiert. Ich nippe weiter an meiner Cola, als mir ein kleines, aber nicht unbedeutendes Detail auff\u00e4llt. Der Herr neben mir hat ebenfalls einen Notizblock und schreibt. Ein paar Meter von ihm entfernt steht au\u00dferdem ein Kamerateam. \u201eMoment mal\u201c, denke ich mir \u201eheute ist doch Pressetag. Das bedeutet, wir Medienmacher sind fast in der \u00dcberzahl.\u201c<\/p>\n<p>Umgeben von Kameras, Aufnahmeger\u00e4ten und flei\u00dfigen Schreiberlingen, die in ihrer Freizeit wahrscheinlich auch nicht hier w\u00e4ren, f\u00fchle ich mich mittlerweile\u00a0fast schon heimisch. Pl\u00f6tzlich sehe ich den Ausflug auf die ART COLOGNE\u00a0als eine Herausforderung und einen weiteren Einblick in die Medienbranche. Ich bin gespannt, was uns die n\u00e4chsten Tage erwartet.<\/p>\n<p><em>(von Robin Welsch)<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"entry-summary\">\nEs ist Mittwochmorgen, kurz vor elf. 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