{"id":746,"date":"2016-04-13T15:46:56","date_gmt":"2016-04-13T13:46:56","guid":{"rendered":"http:\/\/journalcologne.hmkw.de\/kunstundkoeln\/?p=746"},"modified":"2016-04-14T13:28:10","modified_gmt":"2016-04-14T11:28:10","slug":"lost-at-art-cologne-teil-2","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/journalcologne.hmkw.de\/kunstundkoeln\/2016\/04\/13\/lost-at-art-cologne-teil-2\/","title":{"rendered":"Lost at ART COLOGNE &#8211; Teil 2"},"content":{"rendered":"<p><strong>Ich gebe zu, ich habe keine Ahnung von Kunst. Ich verstehe an vielen Werken nicht, wo ich die Kunst suchen muss. Auf der ART COLOGNE geht es mir an etlichen St\u00e4nden so. Allerdings besuche ich diese Messe, um zu lernen, wie Kunst funktioniert. Wie wei\u00df ich als Laie was gut und was schlecht ist? Wie wei\u00df ich \u00fcberhaupt: Ist das Kunst oder kann das weg?<\/strong><\/p>\n<p>Bei der Suche nach Antworten bin ich auf den Stand des Br\u00fcsseler Ateliers \u201eWaldburger Wouters\u201c gesto\u00dfen. Hier \u00fcberkam mich wieder die Frage: Wieso ist das Kunst?<\/p>\n<p>Ein Gespr\u00e4ch mit einer Standmitarbeiterin war in gewisser Weise ein Augen\u00f6ffner. Das Atelier stellt auf der Messe Kunstwerke aus, die auf den ersten Blick wie gew\u00f6hnliche M\u00f6bel aussehen. Und auch auf den zweiten Blick. Erst die Geschichte und die Hintergedanken des Berliner K\u00fcnstlers David Polzin machen aus den Gegenst\u00e4nden auch in meinen laienhaften Augen ein Kunstwerk. Er vereint Gegenst\u00e4nde aus der ehemaligen DDR und aus Westdeutschland und erzeugt somit Hybridgegenst\u00e4nde. Der treffende Titel dazu lautet: \u201eM\u00f6bel und Objekte aus der postimperialen Phase Deutschlands\u201c.<\/p>\n<p><em>Doch warum genau sind diese Gegenst\u00e4nde nun Kunst?<\/em> Ein Holzstuhl, ein Beistelltisch aus vier Chipsdosen und einer Holplatte wirken auf den ersten Blick wenig k\u00fcnstlerisch. Die Mitarbeiterin am Stand erkl\u00e4rt mir, dass die Kunst in diesem Fall im Schaffensprozess des K\u00fcnstlers liegt. Aus alten und bekannten Objekten werden neue Dinge erschaffen, die so in der Vergangenheit nie existiert haben, theoretisch aber m\u00f6glich gewesen w\u00e4ren.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/i2.wp.com\/journalcologne.hmkw.de\/kunstundkoeln\/wp-content\/uploads\/sites\/21\/2016\/04\/DSC_0355_Lukas.jpg\"><img data-attachment-id=\"754\" data-permalink=\"http:\/\/journalcologne.hmkw.de\/kunstundkoeln\/2016\/04\/13\/lost-at-art-cologne-teil-2\/dsc_0355_lukas\/\" data-orig-file=\"https:\/\/i1.wp.com\/journalcologne.hmkw.de\/kunstundkoeln\/wp-content\/uploads\/sites\/21\/2016\/04\/DSC_0355_Lukas-e1460617279427.jpg?fit=1080%2C840\" data-orig-size=\"1080,840\" data-comments-opened=\"0\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"DSC_0355_Lukas\" data-image-description=\"\" data-medium-file=\"https:\/\/i1.wp.com\/journalcologne.hmkw.de\/kunstundkoeln\/wp-content\/uploads\/sites\/21\/2016\/04\/DSC_0355_Lukas-e1460617279427.jpg?fit=632%2C492\" data-large-file=\"https:\/\/i1.wp.com\/journalcologne.hmkw.de\/kunstundkoeln\/wp-content\/uploads\/sites\/21\/2016\/04\/DSC_0355_Lukas-e1460617279427.jpg?fit=1020%2C793\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-medium wp-image-754\" src=\"https:\/\/i2.wp.com\/journalcologne.hmkw.de\/kunstundkoeln\/wp-content\/uploads\/sites\/21\/2016\/04\/DSC_0355_Lukas.jpg?resize=632%2C1124\" alt=\"DSC_0355_Lukas\" width=\"632\" height=\"1124\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Frage, ob diese Art der Kunst in den letzten Jahren neu dazu gekommen ist, quittiert die Dame vom Stand mit einem ungl\u00e4ubigen Blick. Sie erkl\u00e4rt mir, dass diese Kunstform bereits seit mindestens 50 Jahren existiert und beim besten Willen nicht neu ist. Das wusste ich als Kunstlaie auch noch nicht.<\/p>\n<p>Ob diese Kunstform den Markt umkrempeln wird, frage ich sie. Da sie mittlerweile wei\u00df, dass ich wirklich keine Ahnung vom Kunstgewerbe habe, beschreibt sie mir die Sache anhand eines Beispiels: Sie fragt mich ob ich Musik h\u00f6re. Nat\u00fcrlich mache ich das. Dann fragt sie mich, ob ich nur eine Musikrichtung h\u00f6re. Mir d\u00e4mmert es, worauf die Dame hinaus will. Ich antworte mit nein. Mehr muss sie gar nicht sagen. Ich verstehe was sie meint: So wie etliche Musikrichtungen nebeneinander existieren, so wird es immer die unterschiedlichsten Kunstformen geben, zu denen die Musik nat\u00fcrlich auch z\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Ich verabschiede mich und denke \u00fcber das Gelernte nach: <em>Kunst entsteht also da, wo Ideen etwas Neues erschaffen.<\/em> So weit so gut. Ich habe f\u00fcr mich etwas dazu gelernt. In ihrer G\u00e4nze wird mir die Kunst auf der ART COLOGNE dennoch ein R\u00e4tsel bleiben.<\/p>\n<p><em>(von Lukas Hesselmann)<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"entry-summary\">\nIch gebe zu, ich habe keine Ahnung von Kunst. 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