{"id":64,"date":"2019-07-31T10:00:18","date_gmt":"2019-07-31T08:00:18","guid":{"rendered":"http:\/\/journalcologne.hmkw.de\/medcologne\/?p=64"},"modified":"2019-07-31T00:20:00","modified_gmt":"2019-07-30T22:20:00","slug":"qualitaet-im-journalismus","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/journalcologne.hmkw.de\/medcologne\/2019\/07\/31\/qualitaet-im-journalismus\/","title":{"rendered":"Qualit\u00e4t im Journalismus: Lass uns transparenter werden!"},"content":{"rendered":"<p><strong>Ger\u00fcchte, Rankings und Algorithmen bestimmen den Arbeitsalltag von Journalisten. Immer \u00f6fter wird nicht nur untereinander \u00fcber die Qualit\u00e4t im Journalismus gesprochen. L\u00e4ngst hat das Thema auch das Publikum erreicht. Gibt es sowas wie Qualit\u00e4t im Journalismus noch? Ja, gibt es!<\/strong><\/p>\n<p>Die Qualit\u00e4t im Journalismus schwindet. Sagt das Publikum. Und hinter vorgehaltener Hand auch viele Journalisten. Erstere sehen ihre Best\u00e4tigung im Fall <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/gesellschaft\/der-fall-claas-relotius-hier-finden-sie-alle-artikel-im-ueberblick-a-1245066.html\">Claas Relotius<\/a>, dessen Name f\u00fcr viele zum Synonym f\u00fcr journalistische T\u00e4uschung geworden ist. Letztere bem\u00e4ngeln den Einfluss der PR- und Werbebranche, Google als \u00dcbermacht, fehlenden qualifizierten Nachwuchs und die generell schlechte wirtschaftliche Situation der Medien.<\/p>\n<h3><strong>PR-Einfluss, Google-Rankings und Algorithmen \u00a0<\/strong><\/h3>\n<p>Der <a href=\"http:\/\/journalcologne.hmkw.de\/medcologne\/2019\/07\/31\/public-relations-und-journalismus\/\">PR-Einfluss<\/a> w\u00e4chst. Alles andere zu behaupten w\u00e4re naiv. Sie wird st\u00e4rker, weil sie die Schw\u00e4chen des Journalismus kennt und ausspielt. Starke Aussagen, griffige Kontroversen und steile Themen. Wer sich dem beugt, darf die PR nicht an den Pranger stellen. Auch Google ist mit seinen <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/mediathek\/mdr-videos\/d\/video-138332.html\">Algorithmen<\/a> ein nicht zu untersch\u00e4tzender &#8222;Big-Player&#8220; &#8211; Rankings sind wichtig. Aber wie man diese Algorithmen f\u00fcr sich und seine Inhalte nutzt, muss man lernen und kann man lernen. Das erfordert Know-How, Flexibilit\u00e4t und Engagement. Wer das nicht hat, wird abgeh\u00e4ngt. Wie \u00fcberall anders auch.<\/p>\n<p>Und ja, der Medienlandschaft geht es nicht gut. Daran sind aber, besonders im Print, weniger die Inhalte, als das Marketing verantwortlich. Das Publikum, mit seiner Kritik an schwindender Qualit\u00e4t, f\u00f6rdert und st\u00e4rkt mit hohen Quoten und vielen Klicks quantitative Formate.<\/p>\n<h3><strong>Der journalistische Nachwuchs schw\u00e4chelt nicht<\/strong><\/h3>\n<p>Dass der Nachwuchs nicht qualifiziert genug ist, und immer mehr Medienh\u00e4user Schwierigkeiten haben, ihre Ausbildungskontingente zu f\u00fcllen, ist ein hartn\u00e4ckiges Ger\u00fccht. Das so plakativ ist, dass es nicht stimmen kann. <a href=\"https:\/\/www1.wdr.de\/index.html\">WDR<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.deutschlandradio.de\/\">Deutschlandradio<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.rtl.de\/\">RTL<\/a> haben in den letzten zehn Jahren qualitativ kaum Unterschiede feststellen, geschweige denn von einer Qualit\u00e4tsabnahme sprechen k\u00f6nnen.<\/p>\n<h3><strong>Neue Gemengelage <\/strong><\/h3>\n<p>Eher sollte man sich mit einer allgemein neuen Gemengelage auseinandersetzen, die zeigt, dass mit Nischen und Special-Interest-Themen, B\u00fcrgerjournalismus und Werbung im journalistischen Stil, eine neue journalistische Ausrichtung notwendig wird. Die W\u00fcnsche und Erwartungen der Leser werden vielf\u00e4ltiger und differenzierter. Sich an den Interessen des \u201eeinen Rezipienten\u201c zu orientieren wird damit immer schwieriger.<\/p>\n<p>Dennoch sind relevante Leitmedien wichtig. Sie selektieren, gewichten und ordnen die relevanten Geschehnisse einer Gesellschaft ein. Sie bieten Orientierung, in einer Zeit, in der Information ungefiltert ins Netz geladen werden.<\/p>\n<p>Damit der Nutzen nicht verkannt wird, ist das Gebot der Stunde Transparenz. Denn Transparenz kl\u00e4rt auf, macht Sachverhalte und Prozesse sichtbar und schafft Glaubw\u00fcrdigkeit. Und Glaubw\u00fcrdigkeit ist die W\u00e4hrung, mit der heute in den Qualit\u00e4tsjournalismus von morgen investiert wird.<\/p>\n<h3><strong>Transparenz als Gebot der Stunde<\/strong><\/h3>\n<p>Das sehen wir im Relotius-Fall, mit dem \u201e<a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/\">Der Spiegel<\/a>\u201c progressiv an die \u00d6ffentlichkeit gegangen ist, Fehlerquellen aufgedeckt und neue Qualit\u00e4tssicherungen eingef\u00fchrt hat. Das sehen wir auch bei den <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/\">Tagesschau<\/a>-Moderator*innen und Redakteur*innen, die sich im Livestream auf Facebook mit Fragen, Kritik und weit mehr als Kritik auseinandersetzen.<\/p>\n<p>Immer mehr Journalist*innen nutzen Social-Media um Einblicke in ihre Arbeitswelt zu geben. Und auch, um sich mit ihrer \u201eCommunity\u201c auszutauschen. Das ist nicht albern, das ist wichtig. Wichtig f\u00fcr den Beruf und wichtig f\u00fcr die Qualit\u00e4t der Inhalte. Denn es schafft Transparenz und Glaubw\u00fcrdigkeit. Und das brauchen wir f\u00fcr die Zukunft.<\/p>\n<p>Die Qualit\u00e4t im Journalismus schwindet nicht, sie ver\u00e4ndert sich. Das bedeutet mehr Technik, mehr Flexibilit\u00e4t, mehr Engagement und sehr wahrscheinlich mehr Social-Media.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Quelle: Pixabay, kaboompics<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ger\u00fcchte, Rankings und Algorithmen bestimmen den Arbeitsalltag von Journalisten. 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