Peter Kloeppel an der HMKW Köln

Peter Kloeppel (re.) im Gespräch mit HMKW-Dozent Hans Hausmann.

Peter Kloeppel (re.) im Gespräch mit HMKW-Dozent Hans Hausmann.

Bereits zum zweiten Mal besuchte der renommierte Journalist Peter Kloeppel die HMKW Köln und stellte sich den Fragen des Dozenten Hans Hausmann und der Studierenden.

Als auch die letzte freie Ecke im Audimax besetzt war, konnte das Gespräch mit Peter Kloeppel über „Neue Newsformate und neues Storytelling in Nachrichtenberichten“losgehen. HMKW-Dozent Hans Hausmann (Fachbereich Journalismus und Kommunikation), der seinen Kollegen erneut für einen Besuch hatte gewinnen können, wählte zum Einstieg (k)ein Schlusswort: nämlich das erste, das der neue Tagesthemen-Chefmoderator Ingo Zamperoni am Vorabend hätte bringen können. Bei einer spontanen Publikumsumfrage stellte sich allerdings heraus, dass kaum jemand unter den studentischen Zuhörerinnen und Zuhörern Zamperonis Einstand mitverfolgt hatte.

Was also bringt Zuschauer/innen überhaupt dazu, (welche) Fernsehnachrichten zu schauen? Viele wollen sich innerhalb einer relativ knappen Zeit hinreichend informieren. Die Sendung muss in den Tagesablauf ihrer Zielgruppe passen, die nur zu bestimmten Tageszeiten für bestimmte Nachrichtenformate empfänglich ist – etwa um 20 Uhr zur 15-minütigen Tagesschau oder um 18:45 Uhr zur 20-minütigen Sendung RTL aktuell. Diese Sendung, in der Peter Kloeppel bereits seit 1992 Chefmoderator ist, rangiert bei den Einschaltquoten in der „werberelevanten“ Gruppe der 14- bis 49-Jährigen nur knapp hinter der Tagesschau.

Peter Kloeppel stand am Ende gerne für Erinnerungsfotos und Selfies zur Verfügung.

Peter Kloeppel stand am Ende gerne für Erinnerungsfotos und Selfies zur Verfügung.

Die Quote allerdings spiele keine Rolle bei der News-Auswahl. Auch  „Trendthemen“ wie aktuell die „Gruselclowns“ müssen zunächst die Diskussion in der Nachrichtenredaktion überstehen. Beiträge über sogenannte „Soft News“, also wenig brisante beziehungsweise relevante Nachrichten, kommen etwa einmal pro Sendung vor. Dies macht eine Nachrichtensendung aber noch lange nicht zum „Infotainment“, ein Begriff, mit dem Kloeppel noch immer wenig anfangen kann.

Die Studierenden nutzten ausgiebig die Chance, die Moderationsikone zu befragen. So wurden noch Themen wie Konstruktiver Journalismus (Berichterstattung über positive Nachrichten beziehungsweise positive Berichterstattung) oder der Redaktionsalltag des RTL aktuell Teams erörtert. Die eingeplante Zeit war eigentlich schon vorbei, als Peter Kloeppel sich auch noch die Zeit für Schnappschüsse mit den Studierenden nahm.

Bitte teilen!Email this to someoneTweet about this on TwitterPin on PinterestShare on Google+Share on Facebook

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *